Arbeitsrecht

Viele Entscheidungen werden ohne großes Nachdenken getroffen. Aus Wut über einen Arbeitnehmer wird dieser gekündigt oder abgemahnt. Die Folgen für ein solches Verhalten, merkt der Arbeitgeber oft erst vor dem Arbeitsgericht. Seine Kündigung steht nicht durch, der Arbeitnehmer muss weiter beschäftigt werden und hat einen Anspruch auf Vergütung.

Selten gibt es so viele Einschränkungen im Vertragsrecht wie im Arbeitsrecht. Die Gestaltungsfreiheit bei Arbeitsverträgen ist durch Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen stark beschränkt. Zum Schutz des Arbeitnehmers darf von zwingendem Gesetzesrecht nicht abgewichen werden.

Zwar wird ein Arbeitsvertrag nicht generell unwirksam, wenn einzelne Klausel darin unzulässig sind oder fehlen, dennoch unterliegt das Arbeitsrecht starken Reglementierungen. Nicht nur bei der Gestaltung, sondern vor allem auch bei der Abwicklung von Arbeitsverhältnissen, sei es durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag, ist anwaltliche Hilfe sinnvoll.
Oft sind es die Arbeitgeber, die sich zu spät Hilfe holen. Für einen Arbeitnehmer ist es heute oft selbstverständlich eine Rechtschutzversicherung abzuschließen, die das Arbeitsrecht mitumfasst. Arbeitgeber hingegen suchen sich die Hilfe oft zu spät und können damit ihre Möglichkeiten nicht von Anfang an optimal nutzen, einfach weil das Wissen fehlt und die Maßnahmen ergriffen werden ohne über die rechtlichen Möglichkeiten informiert zu sein.

Klugerweise holt man sich rechtzeitig anwaltlichen Rat ein, damit Entscheidungen nicht „aus dem Bauch heraus“ getroffen werden.